FAQ Pizzato
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Bei elektromechanischen Geräten ist die Angabe der MTTFd ohne einen Bezug zur Nutzungsfrequenz des jeweiligen Geräts nicht aussagekräftig. Während bei elektronischen Geräten davon ausgegangen wird, dass ihre Alterung ausschließlich linear von der Zeit abhängt, gilt dies für elektromechanische Geräte nicht. Für die Berechnung der MTTFd ist ein weiterer Parameter erforderlich: der B10d-Wert. Dieser gibt die Anzahl der Betätigungen an, bei denen bei 10 % der geprüften Exemplare gefährliche Ausfälle auftreten.
Die beiden Parameter stehen in folgendem Zusammenhang: MTTFd = B10d/(0,1 × nop), wobei nop für die Anzahl der innerhalb eines Jahres erwarteten Betätigungen steht.
- die Sicherheits-Kategorie des Kreises (hierfür muss die Architektur des Kreises bekannt sein, d. h. ob es sich um eine einkanalige Schaltung, eine einkanalige Schaltung mit zyklischer Prüfung oder eine zweikanalige Schaltung handelt);
- MTTFD der verwendeten Geräte (dieser Parameter gibt die Zuverlässigkeit eines Geräts an);
- Diagnosedeckungsgrad (DC) (dieser Parameter gibt an, inwieweit das System in der Lage ist, eine eventuelle eigene Fehlfunktion selbst zu erkennen).
- CCF (dieser Parameter gilt nur für Stromkreise der Kategorien 2, 3 und 4 und bewertet alle Ausfälle infolge gemeinsamer Ursache, die die Redundanz des Stromkreises beeinträchtigen können).
Bei Schaltern mit Zwangsöffnung besteht keine elastische Verbindung zwischen den beweglichen Kontakten und dem Betätiger, auf den die Betätigungskraft ausgeübt wird. Alle Schalter mit Zwangsöffnung der Kontakte sind auf dem Gehäusedeckel mit dem Symbol für die Zwangsöffnung gekennzeichnet. Bei Schaltern mit Federstab kann zum Beispiel keine Zwangsöffnung der Kontakte realisiert werden.
Wenn nur ein Schalter in einer Sicherheits-Anwendung verwendet wird, muss er zwangsläufig betätigt werden. Für Sicherheits-Anwendungen wird der Öffnerkontakt (normalerweise geschlossen) verwendet, der vom Typ „Zwangsöffnung“ sein muss: alle Schalter mit dem Symbol verfügen über NC-Kontakte mit Zwangsöffnung. Wenn zwei oder mehrere Schalter vorhanden sind, sollten diese entgegengesetzt arbeiten:
- der erste mit einem normalerweise geschlossenen Kontakt (Öffnerkontakt), der von der Schutzvorrichtung zwangsläufig betätigt wird;
- der andere mit einem normalerweise geschlossenen Kontakt (Schließerkontakt), der von der Schutzvorrichtung nicht zwangsläufig betätigt wird.
Dies ist ein übliches Verfahren, das aber den Gebrauch von zwei zwangsläufig betätigten Schaltern nicht ausschließt (siehe Diversifikation).

Bei Schaltern mit Sprungkontakt bewegt sich der Kontaktträger unabhängig von der Betätigungsgeschwindigkeit – auch bei langsamer Betätigung öffnen die Kontakte schlagartig, was durch ein hörbares „Klicken“ erkennbar ist.
Sie eignen sich für Anwendungen mit hohen Strömen und/oder langsamen Betätigungsbewegungen (ein Lichtbogen wird durch das schlagartige Umschalten des Kontaktträgers gelöscht).

Für die Installation von Schaltern für Sicherheits-Funktionen gilt:
- verwenden Sie ausschließlich Schalter mit Zwangsöffnung der Kontakte,
- schließen Sie den Sicherheits-Kreis an die Öffnerkontakte (11-22, 21-22, 31-32) an,
- betätigen Sie den Schalter mindestens bis zum Zwangsöffnungsweg (siehe Schaltwegdiagramme),
- installieren Sie den Schalter so, dass er beim Öffnen der Schutzeinrichtung den Zwangsöffnungsweg vollständig ausführt.
Der Differenzweg ist (nur bei Kontakteinheiten mit Sprungkontakt) die Differenz zwischen dem Schaltpunkt beim Betätigungshub und dem Schaltpunkt beim Rückhub. Das bedeutet, dass die Kontakteinheit beim Betätigen und beim Rücklauf nicht am selben Schaltpunkt schaltet. Bei der Kontakteinheit B5 liegt der Schaltpunkt beim Betätigungshub z. B. bei 2 mm und beim Rückhub bei 1 mm. Daraus ergibt sich ein Differenzweg von 1 mm.
Anmerkung: Bei Kontakteinheiten mit Schleichkontakt gibt es keinen Differenzweg.

Zunächst ist zu beachten, dass sich die Angaben zum Schaltzustand der Kontakte auf den Zustand bei korrekt gespanntem Seil und eingerastetem Reset-Knopf beziehen. Der Seilzugschalter ist möglicherweise nicht korrekt eingestellt oder das Seil ist locker bzw. eingerissen. Überprüfen Sie die Seilspannung des Geräts anhand der Anweisungen im Katalog und in der Betriebsanleitung (Abschnitt 4.3 Installation des Seils) für Sicherheits-Seilzugschalter.

Zunächst ist zu beachten, dass sich die Angaben zum Schaltzustand der Kontakte auf den Zustand bei korrekt gespanntem Seil und eingerastetem Reset-Knopf beziehen. Der Seilzugschalter ist möglicherweise nicht korrekt eingestellt oder das Seil ist locker bzw. eingerissen. Überprüfen Sie die Seilspannung des Geräts anhand der Anweisungen im Katalog und in der Betriebsanleitung (Abschnitt 4.3 Installation des Seils) für Sicherheits-Seilzugschalter.

Abschnitt 4.4 Installationsbeispiele der Betriebsanleitung (sowie des Produktkatalogs) enthält verschiedene Installationsbeispiele für Sicherheits-Seilzugschalter mit Längs- und Querbetätigungskopf. Je nach Anwendungsart sind dort die maximal zulässigen Spannweiten und Seilstrecken angegeben.
In Abschnitt 4.5 Spannen des Seils finden sich außerdem Tabellen, die – abhängig von der Installationsart – die empfohlenen maximalen Installationslängen in Abhängigkeit von den Temperaturschwankungen angeben, denen der Schalter im Betrieb voraussichtlich ausgesetzt ist.


Der Eingang I3 kann jederzeit verwendet werden, um den kodierten Betätiger durch einen zweiten Betätiger zu ersetzen (siehe Abschnitt 5.6 Austausch des Betätigers in der Betriebsanleitung)
OSSD-Ausgänge (Output Signal Switching Device) sind Halbleiterschaltausgänge, die in industriellen Sicherheits-Kreisen (z. B. in Sicherheits-Lichtvorhängen, Sensoren oder Laserscannern) eingesetzt werden.
Sie überwachen das Signal kontinuierlich, gewährleisten eine hohe Betriebssicherheit, ermöglichen eine erweiterte Kurzschlussdiagnose und sorgen im Fehlerfall für ein sofortiges Stillsetzen der Maschine.
Redundanz: In der Regel arbeiten sie zweikanalig, wobei beide Kanäle sich gegenseitig überwachen und so die Signalintegrität sicherstellen.
Selbsttest: Sie erzeugen kurze Testimpulse, um Kurzschlüsse gegen die Versorgungsspannung (+24 V DC) oder gegen Masse (0 V) zu erkennen.
Aktive Sicherheit: Wird ein Fehler oder eine Unterbrechung erkannt (z. B. eine Person im Schutzfeld), wechselt der Ausgang sofort vom EIN-Zustand (+24 V DC) in den AUS-Zustand (0 V) und die Maschine wird stillgesetzt.
Niederspannung: Sie werden mit +24 V DC versorgt und dienen in der Regel zur Ansteuerung von Sicherheits-Relais oder Sicherheits-Steuerungen.
Beim manuellen Reset wird das Modul durch die steigende Flanke des Reset-Signals aktiviert. Beim überwachten Reset wird das Modul durch die fallende Flanke des Reset-Signals aktiviert. Beim überwachten Start wird ein mögliches Verkleben oder ein Ausfall des Tasters bei geschlossenem Kontakt erkannt. Beim manuellen Start kann ein solcher Fehler dazu führen, dass das Gerät automatisch startet.
Die Module der Serie CS AT sind Einfunktionsmodule und können sowohl für Not-Halt als auch zur Endlagenüberwachung bei beweglichen Schutzvorrichtungen mit verzögerten Kontakten bei der Öffnung der Eingänge eingesetzt werden.
Die Module CS AT unterstützen ein- oder zweikanalige Eingänge, Sicherheitsausgänge mit unverzögerten Kontakten sowie Sicherheitsausgänge mit beim Abschalten verzögerten Kontakten.
Sie realisieren eine sogenannte „Delay-Off“-Funktion: Das Öffnen von mindestens einem Eingangskanal führt zur sofortigen Abschaltung der unverzögerten Ausgänge und – nach einer festen oder einstellbaren Verzögerungszeit – zur Abschaltung der verzögerten Kontakte.
Die Module CS FS sind dagegen Sicherheits-Zeitgebermodule, mit denen die Abschaltung des Sicherheits-Ausgangs zeitverzögert erfolgen kann.
Der Hauptunterschied zwischen einem Modul CS AT und einem Modul CS FS besteht darin, dass die Sicherheits-Zeitgeber der Serie CS FS ausschließlich über verzögerte Kontakte verfügen und keine unverzögerten Kontakte besitzen.
Die Serie CS FS umfasst verschiedene Ausführungen von Zeitgebern:
- CS FS 1 und 2: Die Sicherheits-Funktion sorgt dafür, dass nach dem Anlegen der Versorgungsspannung des Moduls eine Zeitverzögerung startet, nach deren Ablauf die Aktivierung der Ausgänge erfolgt (verzögert anziehende Kontakte, Delay-On).
- CS FS 3: Die Sicherheitsfunktion sieht vor, dass nach dem Anlegen der Versorgungsspannung des Moduls eine Zeitverzögerung startet, nach deren Ablauf die Kontakte deaktiviert werden; es handelt sich um Kontakte mit Ansprechverzögerung beim Einschalten.
- CS FS 5: Die Sicherheitsfunktion sieht vor, dass beim Öffnen von mindestens einem Eingangskanal eine Zeitverzögerung startet, nach deren Ablauf die Ausgänge deaktiviert werden; es handelt sich um verzögert abfallende Kontakte (Delay-Off).
Nein. Die Module CS ME sind Kontakterweiterungsmodule und müssen daher an ein Basis-Sicherheits-Modul angeschlossen werden.
Im Katalog sind nur einige Ausführungen der Serie BN aufgeführt. Auf unserer Webseite finden Sie alle bereits verfügbaren und mit Bestellnummer versehenen Ausführungen. Für neue Ausführungen ist eine technische und kaufmännische Prüfung erforderlich. Wenden Sie sich hierzu bitte an den Kundendienst.






























